Als Hautschutzvitamin und Radikalenfänger kennt man es: Vitamin E soll die bei Stoffwechselvorgängen entstehenden freien Radikale, das sind besonders aktive und aggressive Zeitgenossen, neutralisieren.
Entdeckt wurde Vitamin E als “Fruchtbarkeits-Vitamin” in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von zwei US-Forschern. Dabei ist Vitamin E kein einzeln isolierbares Vitamin, sondern ein Vitaminkomplex. Es steht als Sammelbegriff für acht chemische Verbindungen. Eine bestimmte Sorte, das so genannte Alpha-Tocopherol, kann der menschliche Körper besonders gut verwerten. Das vollständige Vitamin E besteht daneben auch aus Tocotrienol, das als gesundheitlich besonders wertvoll gilt.
Interessanterweise sind nur Pflanzen in der Lage, Vitamin E zu produzieren. Wir sind also auf Zufuhr von außen angewiesen und verlassen uns auf unsere pflanzlichen Freunde.
Rotes unraffiniertes Palmöl enthält eine hohe Konzentration von Vitamin E, gefolgt von anderen Pflanzenölen. Ölsaaten wie Sesam oder Leinsamen und Nüsse enthalten ebenfalls das Zellschutzvitamin. Vitamin E nimmt man auch über Sojabohnen, gewöhnliche Bohnen oder jahreszeitengemäß deftig in Grünkohl und Schwarzwurzeln oder delikat in Spargel zu sich.
Vitamin E ist bekannt als Hautschutzvitamin, doch mittlerweile haben verschiedene Studien gezeigt, dass es nicht nur für die Prävention der Hautalterung wichtig ist. Vitamin E spielt eine wichtige Rolle für den Fettstoff- wie für den Eiweißstoffwechsel. Der Vitaminkomplex ist ein echtes Multitalent.
Vitamin E unterstützt Herz und Blutdruck, stärkt das Immmunsystem, senkt den Cholesterinspiegel, dient dem Zellschutz, unterstützt das Gehirn und kräftigt Haut und Haar. Außerdem sorgt es dafür, dass die Blutplättchen nicht verklumpen und soll zudem Herz- sowie Krebserkrankungen vorbeugen. Wer wollte und könnte darauf verzichten!
Ein Mangel des Vitamin E führt nämlich zu Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Leistungsschwäche und einer hohen Reizbarkeit.
Übrigens: Vitamin E ist lichtempfindlich. Bewahren Sie deshalb Ihre guten Pflanzenöle am besten in dunklen Flaschen an einem dunklen, kühlen Ort auf und verwenden Sie Obst und Gemüse so frisch wie möglich. Das sorgt nicht nur für den höchstmöglichen Vitamin E-Gehalt, sondern ist auch hinsichtlich anderer Vitamine und wertvoller Inhaltsstoffe die beste Genussvariante.
In diesem Sinne wünsche ich: Ein frohes und gesundes Jahr 2011!
