Höchstens 2 Vorsätze für 2011

Sind gute Vorsätze denn wirklich immer zum Scheitern verurteilt? Laut Umfragen schafft es höchstens jeder Zehnte, seine guten Neujahrs-Vorsätze auch tatsächlich einzuhalten. Jeder zweite scheitert dabei schon in den ersten drei Monaten des Jahres.

Liebgewonnene schlechte Gewohnheiten schleichen sich in den Alltag und die Abwehrmechanismen, die sorgfältig in der Silvesternacht aufgebaut wurden, fallen langsam (manchmal auch schneller) in sich zusammen.

Gegenüber Wünschen haben Vorsätze den Nachteil, etwas ändern zu wollen, dass uns wirklich schwerfällt. Vor allem sind es schlechte Charaktereigenschaften und Angewohnheiten, derer wir uns annehmen und denen wir im neuen Jahr mit neuem Mut entgegentreten wollen. Häufig fehlt dazu aber schon nach kurzer Zeit die Kraft und die Motivation.

Andererseits haben Vorsätze den Vorteil, dass sie fast ausnahmslos egoistisch sind. Was wir ändern wollen, das tun wir nur für uns selbst, damit es uns besser geht oder wir uns wieder besser leiden können. Und auch die Aktion kommt von uns selbst, keine gute Fee oder ein gnädiges Schicksal ist nötig. Wir ganz allein haben es in der Hand, ob dieses Jahr klappt, was wir uns in der Silvesternacht geschworen haben.

Mein erster guter Vorsatz für 2011 ist, die Sache mit den Vorsätzen mal ganz anders anzugehen. Ich nehme mir ab sofort nicht mehr als ein oder zwei Dinge vor, die ich im noch jungen Jahr angehen werde. Dann haben diese zwei kleinen Vorsätze übers Jahr gesehen deutlich größere Überlebenschancen. Sind möglicherweise die Ziele zu vage? Weniger Stress, mehr Zeit, woran genau soll ich das festmachen?

Einfacher ist es da doch gleich am Anfang des Jahres positive Fakten zu schaffen. Statt mir also einfach zu vorzunehmen, mehr Zeit mit meiner Frau zu verbringen, schenke ich ihr (und mir) ein Konzertabonnement. Ab sofort gehen wir also einmal im Monat zusammen aus. Immerhin ein Anfang! Statt mir eine gesündere Ernährung auf die Fahnen zu schreiben, gehe ich ab jetzt mittwochs auf den örtlichen Öko-Markt und kaufe da Bio-Fleisch. Das tut dem Gewissen gut, dem Portemonnaie weniger und daher esse ich automatisch nicht mehr so viel Fleisch, was wiederum meiner Gesundheit zugutekommt.

Andere Dinge, die mir schwer fallen, lasse ich dagegen dieses Jahr einfach mal beiseite – das erspart negative Erlebnisse. Zumal ich jetzt schon weiß, dass es mich frustrieren wird, auch 2011 weder zum Marathonläufer noch zum Schwimmer oder Rennradfahrer zu avancieren, selbst für den wöchentlichen Waldspaziergang wird mir in 50 Prozent der Fälle das Wetter zu ungemütlich sein und als regelmäßiger Gast wird mich weiterhin kein noch so schönes Fitnessstudio begrüßen dürfen.

Auch habe ich gar keine Lust auf Fragen meiner sportlich ambitionierteren Freunde, die mich beim gemeinsamen Bierchen vor dem Bundesliga-Spitzenspiel fragen, ob ich nicht in der letzten Silvesternacht vollmundig verkündet hätte, mich dieses Jahr öfter selbst zum Feierabend-Kicken auf dem örtlichen Bolzplatz einzufinden…

Ein erster Schritt auf dem Weg zu Wohlbefinden und Gesundheit in 2011 ist der Ausgleich Ihres Säure-Basen-Haushalts, und der ist einfacher zu erreichen, als Sie vielleicht denken!