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9 Tipps gegen das Morgen-Grauen

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Was tun, wenn die Übelkeit sich meldet, das Zimmer sich dreht und der Schädel brummt? Oder besser noch: was hilft wirklich, um diesen Zustand schon im Vorfeld zu vermeiden? Diese Frage stellt sich, ob zu Karneval oder anderen Gelegenheiten jedem, der schon einmal etwas zu tief ins Glas geschaut hat. Der morgendliche Schwur: “Nie wieder Alkohol” oder die Feststellung, dass das letzte Glas wohl schlecht war, hilft im Akut-Fall nur wenig. Es gibt aber neben der Abstinenz, die sicher wünschenswert und am gesündesten wäre, noch ein paar Tipps und Tricks um den größten Schaden abzuwenden:

1. Eine gute Grundlage schaffen: Reichlich und gehaltvoll Essen schützt den Magen vor Alkohol bzw. sorgt mindestens dafür, dass sich der Rausch etwas verzögert, was zugegebenermaßen dazu führen kann, dass man umso mehr trinkt…

2. In den USA schwört man neuerdings auf Honig als Kater-Killer. Im Gegensatz zu anderen Zuckerquellen enthält Honig Fruktose. Diese konkurriert mit dem Alkohol darum, im Blut wieder abgebaut zu werden, so Dr. Merle Diamond von der Diamond Headache Clinic in Chicago. Dadurch wird offenbar die rasche Veränderung des Alkoholspiegels verhindert, die sonst für die stechenden Kopfschmerzen am nächsten Morgen verantwortlich ist.

3. Wasser marsch: vor, während und nach dem Feiern immer auch viel Wasser trinken. Am besten mindestens dieselbe Menge Wasser wie Alkohol zu sich nehmen. Das verdünnt die Konzentration des Alkohols im Blut.

4. Vor dem Schlafengehen Aspirin oder ASS nehmen. Acetylsalicylsäure bekämpft schon im Voraus die Spätfolgen.

5. Kalte Dusche am frühen Morgen: Klingt alles andere als verlockend, hilft aber, den Kreislauf in Schwung zu bringen, und eignet sich dadurch weit besser als seinen Rausch auszuschlafen.

6. Sauerstoff – also raus! Nicht nur aus den Federn, sondern am besten gleich an die frische Luft!

7. Vitamin B-Speicher wieder auffüllen. Wie Stress entzieht auch Alkohol dem Körper Vitamin B1. Also schön nachfüttern, z.B. mit Vollkornprodukten oder Nüssen.

8. Katerfrühstück mit Rollmops und Co: Dabei geht es hauptsächlich darum, dem Körper Salz und Mineralien zuzuführen, das unter Alkoholeinfluss zu viel ausgeschieden wird. Wer keine feste Nahrung zu sich nehmen mag, kann sich daher einfach mit einer Tasse heiße Brühe behelfen. Magnesium-Tabletten können ebenfalls den Mineralhaushalt auf Vordermann bringen. Aber auch sauer macht (wieder) lustig, denn Säure regt die Leberfunktion an.

9. Deshalb: Kaffee mit Zitrone dazu. Durch das Koffein wird die Säure offenbar vom Körper schneller aufgenommen und hilft daher besonders gut.

Na dann: Alaaf und Helau und eine fröhliche Karnevalszeit ohne Katerstimmung!

Wie ein Tennisball gegen Schnarchen hilft

en Sie zu Hause auch mit dem Vorwurf des Schnarchens konfrontiert? Mit zunehmendem Alter schnarchen angeblich die Hälfte aller Männer und immerhin auch jede vierte Frau. Warum mehr Männer als Frauen Schnarchnasen sind, weiß man noch nicht, möglicherweise ist das einfach genetisch bedingt.

Anthropologisch und aus Sicht der Evolution machte das durchaus Sinn: Die schnarchenden männlichen Anführer hielten mit ihren nächtlichen Lauten angeblich Feinde und wilde Tiere vom eigenen Lager fern und beschützten so die Gruppe. Kein Grund, so finden viele Frauen, sie heute noch mit einer Symphonie aus leichtem Schnorcheln, Grunzen, Röcheln und Sägen um ihre Nachtruhe zu bringen. Nun reichen zwar die Künste der meisten Männer sicher nicht an jenen Schweden namens Kare Walkert heran, der es mit einer Schnarchlautstärke von 93 Dezibel in das Guinness Buch der Rekorde schaffte, aber diesen Hinweisen gegenüber stellt sich die Damenwelt häufig taub.

Es heißt also Abhilfe schaffen. Aber wie? Maßnahmen gibt es viele, der Erfolg derselben lässt sich jedoch nur schwer vorhersagen. Leider wurde noch kein Universal-Heilmittel gegen nächtliche Lärmbelästigung gefunden.

Der Hausarzt rät in der Regel zunächst zur Gewichtsreduktion: Fettgewebe setzt sich nicht nur als Hüftgold, sondern auch im Nasenrachenraum fest. Es verengt die Atemwege und erhöht so die Schnarchwahrscheinlichkeit. Eine weitere Maßnahme: Alkoholverzicht. Alkohol dämpft nämlich den Atembetrieb und senkt den Muskeltonus, das weiche Gewebe im Rachen erschlafft und gerät während des Atmens in Schwingung. Das wiederum führt zu nächtlichen Schnarchlauten.

Weitere Hilfsmittel sind Nasenpflaster, die leichte Störungen der Nasenatmung verhindern können, sowie Mundschienen, die den Unterkiefer im Schlaf in einer festen Lage halten. In Einzelfällen können auch chirurgische Eingriffe helfen. Von einer Mandeloperation über Nasenscheidewand-Begradigung bis zu Vorverlagerung des Unterkiefers sind alle möglichen Operationen denkbar, wenn auch wenig erstrebenswert.

Neben dem “harmlosen Schnarchen” gibt es durchaus Schnarchvarianten, die unbedingt ärztlicher Behandlung bedürfen. Bei einigen Menschen sind nämlich die Atemwege so verengt, dass sie nachts zeitweilig keine Luft bekommen und nicht selten unbewusst aufschrecken. Das so genannte Schlafapnoe-Syndrom bedeutet, dass der Schläfer regelrechte Atemaussetzer hat. Die Betroffenen schlafen schlecht, sind häufig müde und anfälliger für Schlaganfälle und Herzinfarkt.

Man sollte wohl als Erstes versuchen, die eigene Schlafposition zu verändern: eine Möglichkeit, das Schnarchen zu reduzieren, ist das Schlafen mit erhöhtem Oberkörper. Das Schlafen in Rückenlage sollte man dagegen vermeiden. Nur, wie vermeidet man es, dass man sich nicht unbewusst im Schlaf wieder auf den Rücken dreht? Die Idee, zu diesem Zweck einen Tennisball in den Pyjama einzunähen, finde ich ziemlich raffiniert!

Schädigt nächtliches Schmökern die Augen?

Trotz des verständlichen Wunsches nach Sonne und Licht hat winterlich-schummriges Licht auch sein Gutes, es ist gemütlich und anheimelnd, vor allem wenn es von einem Kaminfeuer oder Kerzenschein herrührt. Und irgendwie geht die Zeit langsamer, es wirkt alles weniger hektisch.

Für mich hat die winterliche Dunkelheit noch einen weiteren Vorteil: ich gehe einfach früher ins Bett. Nicht, dass ich immer länger schlafe, aber ich genieße die Ruhe der Abendstunden.

Im Winter lese ich endlich die Bücher, für die ich in den Sommermonaten nie Zeit finde. Der Spaß am Lesen in den Abendstunden wird aber immer von der Befürchtung getrübt, dass die Augen langfristig durch das gemütliche, aber eben nicht sehr helle Licht geschädigt werden könnten.

Mit dieser Warnung wollte mich meine Mutter schon als Kind vom nächtlichen Lesen abhalten. Die Sorge ist, wie ich inzwischen herausgefunden habe, laut verschiedener wissenschaftlicher Untersuchungen unbegründet.

Lesen bei schlechten Lichtverhältnissen strengt die Augen lediglich an. Beeinflusst von verschiedenen Faktoren wie Lichtstärke, Lesedauer, Alter, Sehleistung, Fehlsichtigkeit und Formerkennungssinn des Lesers und dergleichen mehr. Mein Optiker klärt mich auf: Lesen im Schummerlicht bringt 3 wesentliche Schwierigkeiten mit sich:

1. wenn sich bei Dämmerlicht die Pupillen erweitern, sehen wir nicht mehr richtig scharf.

2. Durch das Fehlen von Licht erkennen wir nur Kontraste, aber nicht mehr detailliert die Farben.

3. Der Augenmuskel muss sich bei schlechtem Licht mehr anstrengen.

Nur weil es ermüdend ist, die Augenmuskulatur unter erschwerten Bedingungen zu beanspruchen, bedeutet dies jedoch noch lange nicht, dass der Muskel ruiniert wird.

So kann Lesen im Dämmerlicht zwar zu Augenbrennen, Ermüdung und Kopfschmerzen führen. Die Augen regenerieren sich aber im Schlaf bzw. dann, wenn die Augen geschlossen sind und kein Lichteinfall auf die Netzhaut stattfindet. Eine Voraussetzung für die vollständige Regeneration der Augen sind neben ausreichend Ruhephasen allerdings ein ausreichender Vorrat an Provitamin A (Betakarotin), wie man es in Kohl, Spinat oder Karotten findet. Ein Mangel an Vitamin A kann dagegen zur Nachtblindheit, Hornhautentzündung und trockenen Augen führen.

Keine Sorge also beim nächtlichen Schmökern, Sie sollten sich nur nicht in derselben Nacht noch hinter das Steuerrad setzen, sondern alle Autofahrten auf den nächsten Tag verschieben.

Sonnen-Vitamin gegen Wintermüdigkeit

Kaum zu glauben, aber mit der Länge des Winters wächst in mir der Wunsch, meine Höhle oder das heimische Sofa aufzusuchen und mich zu einem ausgedehnten Winterschlaf niederzulassen.

Schimpfen Sie mich ruhig antriebslos, denn das bin ich! Müde, schlapp, faul. Den Schuldigen konnte ich mit Hilfe wissenschaftlicher Studien schon finden: Melatonin heißt der Schurke, ein Hormon, das bei einsetzender Dunkelheit vermehrt im Körper ausgeschüttet wird. Melatonin mag bei Schlafstörungen ein Wundermittel sein – ich aber brauche das Gegenteil: Luft, Licht und Sonne. Davon gibt es derzeit in unseren Breiten eindeutig zu wenig. Klar, ein Winterspaziergang tut gut, ebenso wie Sauna-Wärme, aber das ersetzt eben nicht die Sonne!

Lange bevor UV-Strahlen durch ihre Hautkrebs verursachende Wirkung in Verruf geraten ist, wusste man um ihre positive gesundheitliche Wirkung. So galt bis zur Entdeckung der Antibiotika die Sonnen-Kur neben dem Aufenthalt in großer Höhe als einzige wirksame Therapie gegen Tuberkulose. Auch bei Kleinkindern hilft Sonne nachweislich gegen Rachitis. Denn bei UV-Bestrahlung der Haut bildet sich das Sonnen-Vitamin D, kein echtes Vitamin, sondern die Vorstufe eines Hormons. Seine Schlüsselfunktion für die Gesundheit wurde lange Zeit unterschätzt.

Neuere Forschungen aber brachten es ans Licht: Das Vitamin kann weitaus mehr als nur den Kalziumstoffwechsel regulieren. Es ist ein Multitalent, das Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugt sowie das Immunsystem und die Psyche positiv beeinflusst.

Ausreichend Vitamin-D unterstützt also nicht nur meine Gesundheit in den Wintermonaten, sondern hilft auch gegen meinen Winter-Blues
Generell ist für den Körper eine gleichmäßige Versorgung mit dem Vitamin über das gesamte Jahr am besten. Doch der Vitamin D-Spiegel ist im Jahresverlauf großen Schwankungen unterworfen. In den Wintermonaten sind die meisten mitteleuropäischen Menschen unterversorgt und zehren von den Vitamin-D-Reserven im Fettgewebe. Im Laufe des Winters schmelzen diese jedoch fast um die Hälfte dahin.

Das heißt für mich: gerade jetzt nach Weihnachten scheint mein persönliches Depot erschöpft. Ich könnte große Mengen Lebertran zu mir nehmen oder mehr fetten Fisch essen. Aber auch der Fischkonsum in realistischen Mengen kann bestenfalls zehn bis 20 Prozent des Vitamin-Bedarfs decken, es sei denn, man isst täglich mehr als 200 Gramm Hering oder 600 Gramm Sardinen. Die Einzigen, die das aufgrund ihrer Essgewohnheiten problemlos schaffen, sind die Inuit. Ihre Fischmahlzeiten versorgen sie trotz mangelndem Sonnenlicht mit ausreichend Vitamin-D.

Auch in Milchprodukten, Eiern und in verschieden Pilzarten, wie Shiitake- oder Steinpilzen ist das Sonnen-Vitamin enthalten. Der Gehalt ist jedoch noch deutlich geringer als im Fisch.

Inzwischen gibt es zum Glück einfachere Wege sich auch im Winter mit Sonnen-Vitamin zu versorgen. Ich nehme also ein Vitamin-D Präparat. Und denke ernsthaft über einen Zweitwohnsitz während der Wintermonate in sonnigeren Gefilden nach und, wenn alles nichts hilft, gönne ich mir wie Igel, Eichhörnchen und Bär eine ausgedehnte Winterruhe auf dem Sofa mit einem guten Buch. Und träume vom nächsten Frühling mit seinen längeren, helleren Tagen…

Höchstens 2 Vorsätze für 2011

Sind gute Vorsätze denn wirklich immer zum Scheitern verurteilt? Laut Umfragen schafft es höchstens jeder Zehnte, seine guten Neujahrs-Vorsätze auch tatsächlich einzuhalten. Jeder zweite scheitert dabei schon in den ersten drei Monaten des Jahres.

Liebgewonnene schlechte Gewohnheiten schleichen sich in den Alltag und die Abwehrmechanismen, die sorgfältig in der Silvesternacht aufgebaut wurden, fallen langsam (manchmal auch schneller) in sich zusammen.

Gegenüber Wünschen haben Vorsätze den Nachteil, etwas ändern zu wollen, dass uns wirklich schwerfällt. Vor allem sind es schlechte Charaktereigenschaften und Angewohnheiten, derer wir uns annehmen und denen wir im neuen Jahr mit neuem Mut entgegentreten wollen. Häufig fehlt dazu aber schon nach kurzer Zeit die Kraft und die Motivation.

Andererseits haben Vorsätze den Vorteil, dass sie fast ausnahmslos egoistisch sind. Was wir ändern wollen, das tun wir nur für uns selbst, damit es uns besser geht oder wir uns wieder besser leiden können. Und auch die Aktion kommt von uns selbst, keine gute Fee oder ein gnädiges Schicksal ist nötig. Wir ganz allein haben es in der Hand, ob dieses Jahr klappt, was wir uns in der Silvesternacht geschworen haben.

Mein erster guter Vorsatz für 2011 ist, die Sache mit den Vorsätzen mal ganz anders anzugehen. Ich nehme mir ab sofort nicht mehr als ein oder zwei Dinge vor, die ich im noch jungen Jahr angehen werde. Dann haben diese zwei kleinen Vorsätze übers Jahr gesehen deutlich größere Überlebenschancen. Sind möglicherweise die Ziele zu vage? Weniger Stress, mehr Zeit, woran genau soll ich das festmachen?

Einfacher ist es da doch gleich am Anfang des Jahres positive Fakten zu schaffen. Statt mir also einfach zu vorzunehmen, mehr Zeit mit meiner Frau zu verbringen, schenke ich ihr (und mir) ein Konzertabonnement. Ab sofort gehen wir also einmal im Monat zusammen aus. Immerhin ein Anfang! Statt mir eine gesündere Ernährung auf die Fahnen zu schreiben, gehe ich ab jetzt mittwochs auf den örtlichen Öko-Markt und kaufe da Bio-Fleisch. Das tut dem Gewissen gut, dem Portemonnaie weniger und daher esse ich automatisch nicht mehr so viel Fleisch, was wiederum meiner Gesundheit zugutekommt.

Andere Dinge, die mir schwer fallen, lasse ich dagegen dieses Jahr einfach mal beiseite – das erspart negative Erlebnisse. Zumal ich jetzt schon weiß, dass es mich frustrieren wird, auch 2011 weder zum Marathonläufer noch zum Schwimmer oder Rennradfahrer zu avancieren, selbst für den wöchentlichen Waldspaziergang wird mir in 50 Prozent der Fälle das Wetter zu ungemütlich sein und als regelmäßiger Gast wird mich weiterhin kein noch so schönes Fitnessstudio begrüßen dürfen.

Auch habe ich gar keine Lust auf Fragen meiner sportlich ambitionierteren Freunde, die mich beim gemeinsamen Bierchen vor dem Bundesliga-Spitzenspiel fragen, ob ich nicht in der letzten Silvesternacht vollmundig verkündet hätte, mich dieses Jahr öfter selbst zum Feierabend-Kicken auf dem örtlichen Bolzplatz einzufinden…

Ein erster Schritt auf dem Weg zu Wohlbefinden und Gesundheit in 2011 ist der Ausgleich Ihres Säure-Basen-Haushalts, und der ist einfacher zu erreichen, als Sie vielleicht denken!

Die geheimnisvolle Entdeckung des Vitamin E

Als Hautschutzvitamin und Radikalenfänger kennt man es: Vitamin E soll die bei Stoffwechselvorgängen entstehenden freien Radikale, das sind besonders aktive und aggressive Zeitgenossen, neutralisieren.

Entdeckt wurde Vitamin E als “Fruchtbarkeits-Vitamin” in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von zwei US-Forschern. Dabei ist Vitamin E kein einzeln isolierbares Vitamin, sondern ein Vitaminkomplex. Es steht als Sammelbegriff für acht chemische Verbindungen. Eine bestimmte Sorte, das so genannte Alpha-Tocopherol, kann der menschliche Körper besonders gut verwerten. Das vollständige Vitamin E besteht daneben auch aus Tocotrienol, das als gesundheitlich besonders wertvoll gilt.

Interessanterweise sind nur Pflanzen in der Lage, Vitamin E zu produzieren. Wir sind also auf Zufuhr von außen angewiesen und verlassen uns auf unsere pflanzlichen Freunde.

Rotes unraffiniertes Palmöl enthält eine hohe Konzentration von Vitamin E, gefolgt von anderen Pflanzenölen. Ölsaaten wie Sesam oder Leinsamen und Nüsse enthalten ebenfalls das Zellschutzvitamin. Vitamin E nimmt man auch über Sojabohnen, gewöhnliche Bohnen oder jahreszeitengemäß deftig in Grünkohl und Schwarzwurzeln oder delikat in Spargel zu sich.

Vitamin E ist bekannt als Hautschutzvitamin, doch mittlerweile haben verschiedene Studien gezeigt, dass es nicht nur für die Prävention der Hautalterung wichtig ist. Vitamin E spielt eine wichtige Rolle für den Fettstoff- wie für den Eiweißstoffwechsel. Der Vitaminkomplex ist ein echtes Multitalent.

Vitamin E unterstützt Herz und Blutdruck, stärkt das Immmunsystem, senkt den Cholesterinspiegel, dient dem Zellschutz, unterstützt das Gehirn und kräftigt Haut und Haar. Außerdem sorgt es dafür, dass die Blutplättchen nicht verklumpen und soll zudem Herz- sowie Krebserkrankungen vorbeugen. Wer wollte und könnte darauf verzichten!

Ein Mangel des Vitamin E führt nämlich zu Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Leistungsschwäche und einer hohen Reizbarkeit.

Übrigens: Vitamin E ist lichtempfindlich. Bewahren Sie deshalb Ihre guten Pflanzenöle am besten in dunklen Flaschen an einem dunklen, kühlen Ort auf und verwenden Sie Obst und Gemüse so frisch wie möglich. Das sorgt nicht nur für den höchstmöglichen Vitamin E-Gehalt, sondern ist auch hinsichtlich anderer Vitamine und wertvoller Inhaltsstoffe die beste Genussvariante.

In diesem Sinne wünsche ich: Ein frohes und gesundes Jahr 2011!

Gesund UND schön mit Arganöl

Fett ist nicht gleich Fett, das habe ich inzwischen gelernt. Es gibt gute und böse Fettsäuren. Solche, die dem Körper nutzen, und solche, die ihm Schaden zufügen. Natürlich ist alles, wie immer, auch eine Frage der Dosierung.

Ein kleines Tröpfchen Öl in einem frischgepressten Saft zum Beispiel macht diesen gleich noch ein bisschen gesünder, da das Öl unserem Körper hilft, die fettlöslichen Vitamine möglichst gut aufzunehmen. Allerdings muss ich gestehen, dass Fettaugen auf dem Orangensaft nicht so recht mein Fall sind. Wenn man sie schnell einrührt, merkt man allerdings nichts davon.

Bisher haben wir zu Hause immer mit herkömmlichen Pflanzenölen gekocht und uns für den Salat ein gutes Olivenöl gegönnt. Seit Neuestem hat in unserer Küche Arganöl Einzug gefunden. Ein Freund hat es aus seinem Marokko-Urlaub mitgebracht und es uns armen Daheimgebliebenen quasi als Sonnengruß überreicht. Was soll ich sagen, es schmeckt einfach köstlich, leicht nussig, aber nicht zu intensiv. An den Salat kommt seither nur noch Arganöl und er schmeckte nie besser!

Neugierig wie ich bin, habe ich natürlich einmal nachgesehen. Der Arganbaum oder Arganie, ein Seifenbaumgewächs, aus dessen gelben harten Früchten das Öl gewonnen wird, gilt als einer der ältesten Bäume der Welt und wächst nur noch im Südwesten Marokkos. Zum Teil wird es in den Dörfern der Amazigh-Berber noch in Frauenkooperativen handgepresst. Seitdem ich darüber Bescheid weiß, genieße ich jeden Tropfen Öl noch ein wenig bewusster und intensiver.

Dass sich Arganöl jetzt aber auch unter den Kosmetik-Artikeln meiner Frau finden lässt, macht mich trotzdem ein wenig stutzig. Also recherchiere ich weiter und finde heraus, dass das Arganöl bei den Berbern seit Jahrhunderten als Lebenselixier gilt, das nicht nur Gesundheit, sondern auch Schönheit bewahrt. Im Internet findet man sogar Studien zu diesem Thema, die nachweisen dass Arganöl für eine beneidenswert gesunde und straffe Haut sorgt und auch gegen trockenes Haar und Spliss helfen soll.

Wenn das so ist, werde ich meine Frau in nächster Zeit noch etwas genauer beobachten. So viele Menschen können sich über Jahrhunderte hinweg nicht irren. Und: “wenn’s schön macht…”!

4 Tipps, wie Sie der Kälte trotzen

Einer der Lieblings-Sprüche meiner Großmutter kommt mir derzeit täglich in den Sinn, wenn ich mich dick vermummt in die Kälte wagen muss. Die Großwetterlage über Deutschland flüstert verheißungsvoll “Winter” in die weiße Welt hinaus.

Die Kinder freut’s, die Autofahrer fluchen, Busse, Bahnen und Flugzeuge haben Verspätung, kurz: das Chaos ist allgegenwärtig. Dabei ist doch eigentlich gar nichts los: Wir haben Dezember und es schneit! Um die Weihnachtsstimmung muss man sich in diesem Advent jedenfalls keine Sorgen machen, sie liegt oder besser fliegt mit den Flocken um die Wette durch die Luft: “I’m dreaming of a white christmas” oder “Let it snow” bieten die passende musikalische Untermalung.

Und trotzdem, ich gebe es zu: mir ist kalt! Meine Nase tropft, meine Ohren und Hände frieren. Also was soll ich unternehmen, damit mir nicht nur warm ums Herz wird, sondern dieses wohlige Gefühl auch in meinen Gliedmaßen ankommt?

Mit meiner Vermummungstechnik mache ich an und für sich schon alles richtig. Frei nach dem Motto: es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung.

Tipp 1: Besonders gut helfen Pulswärmer und ganz wichtig eine Mütze. Wir Männer haben es da besser als die meisten Frauen, die aus Angst um die Frisur auf eine Kopfbedeckung verzichten. Dabei weiß doch jedes Kind, dass wir die meiste Wärme über den Kopf verlieren. Also die Damen: Nur Mut zum schlecht sitzenden Haar, “Hauptsache” ist es, warm zu bleiben. Wichtig auch die Winterschuhe: nicht zu klein wählen oder zu eng schnüren. Nur wenn sich ein wärmendes Luftpolster bilden kann, ist der Winterspaziergang ohne eisige Füße garantiert.

Tipp 2: Und raus in die Kälte muss und soll gerade derjenige, der friert. “Gewöhnung, Training, Abhärtung” statt Sofa und Kuscheldecke. Hilfreich sind auch regelmäßige Saunagänge und tägliches Wechselduschen. Es gilt, die Durchblutung anzuregen. Dabei können auch fernöstliche Enstpannungsmethoden und autogenes Training helfen. Indem dadurch Verspannungen gelöst werden, kann das Blut besser zirkulieren.

Tipp 3: Wer vor Kälte schon Kopfschmerzen bekommt, dem sei Johanniskrautöl empfohlen. Das auch Rotöl genannte flüssige Gold großzügig verteilt und an der schmerzhaften Stelle einmassiert, erwärmt es die Haut und lindert Nervenschmerzen.

Tipp 4: Zusätzlich unterstützt die richtige Ernährung den Kampf gegen die Kälte: Warme Speisen scharf gewürzt, ob mit Chili, Knoblauch oder Ingwer, regen die Durchblutung an und heizen den Körper von innen auf. Glühwein dagegen hilft nur kurz gegen das Frösteln und wärmt eher die Finger als alles andere. Alkohol erweitert die Blutgefäße, so taut man zwar kurzfristig innerlich auf, aber gleichzeitig zieht der Körper diese Wärme von der Kerntemperatur ab.

Also warm einpacken, ab nach draußen und auf dem Weihnachtsmarkt lieber keinen Alkohol zu sich nehmen, sondern einen alkoholfreien Punsch – vielleicht aus Holunder, aber bitte gut gewürzt!

Warum Ihr Deo kein Aluminiumchlorid enthalten sollte

Beim Thema Körperhygiene scheiden sich die Geister. Eine Freundin von mir duscht aus Überzeugung höchstens zweimal in der Woche, eine andere hingegen zweimal täglich. Müffeln mag trotzdem keine!

Wer jetzt denkt, dass Schwitzen im Winter ja wohl nicht das größte aller denkbaren Probleme sei, dem sei versichert, dass Körpergeruch sich gerade in der Winterzeit äußerst unangenehm bemerkbar macht. Wir packen uns warm ein, ziehen Schicht über Schicht und spätestens beim Wechsel zwischen kühler Winterluft und überhitzten Wohnungen, Büros und Kaufhäusern machen gefühlte 80 Prozent der Deos schlapp. Und statt vorweihnachtlicher Düfte zieht uns des Öfteren ein beißender Geruch in die sensible Nase. Wegriechen kann man ja leider nicht.

Wir Männer schwitzen sowieso in der Regel schneller und stärker als Frauen. Außerdem leiden wir weniger oft an chronischen Fröstel-Zuständen. Ich weiß zwar nicht, ob das wissenschaftlich erwiesen ist, es entspricht aber meinem Erfahrungswert, dass es meist die Damen sind, die die Heizung höher stellen. Wer sich also als Mann in Räumen aufhält, in denen sich außer ihm jede Menge Frauen tummeln, dem wird’s wahrscheinlich mollig warm und vielleicht auch etwas feucht in seiner Haut.

Wie kann Mann dem Herr werden? Salbei soll helfen, als Tee, Bonbon oder im Deo. Diesem Tipp folge ich gerne, nur überzeugt mich die Wirkung von Salbei allein eben auch nicht so recht. Auch von der Idee meine Schweißdrüsen lasern zu lassen, nehme ich lieber ganz schnell Abstand.

Und so finde ich mich am Ende doch vor den übervollen Drogerieregalen wieder. Und studiere andächtig Inhaltsstoffe von Antitranspiranten. Ich erinnere mich daran, dass ein äußerst sportlicher Bekannter mir im Sommer von einer hochkonzentrierten Aluminiumchloridlösung aus der Apotheke erzählt, diese verschließt sozusagen die Schweißdrüsen zumindest für einige Zeit. Allerdings kann es nach dem Auftragen unangenehm jucken und brennen und steht im Verdacht, Brustkrebs auszulösen.

Schauen Sie mal auf Ihrem Deo nach! Nur wenige Produkte verzichten ganz auf Aluminiumsalze, obwohl die Dosierung niedriger ist als bei der Apothekenlösung. Auch alkoholische Lösungsmittel und synthetische Duftstoffe finden sich in fast allen Produkten. Diese trocknen die Haut aus und können Allergien und Hautreizungen verursachen. Konservierungsstoffe verlängern zwar die Lebensdauer des Deos, sind aber als östrogenfördernde Stoffe wie Parabenen oder Formaldehyd ebenfalls krebs- und allergiefördernd.

Und nun? Ich greife zur ph-neutralen Deo-Variante, die ist ganz ohne Aluminiumchlorid!

Süße Sünden? So überlisten Sie Ihre Nasch-Lust!

Seit neuestem führe ich ein “Nasch-Tagebuch”. Trotz Weihnachtszeit und den damit verbundenen Versuchungen, die allerorten auf mich lauern, wird es nämlich bedauerlicherweise mal wieder Zeit, auf mein Gewicht und meine gesunde Ernährung zu achten.

Bei den “großen” regelmäßigen Mahlzeiten habe ich das schon ganz gut im Griff oder, sagen wir besser, meine Angetraute hat ein wachsames Auge auf meinen Teller und auf mich. Da sie es auch ist, die bei uns die meisten Einkäufe tätigt und in der Regel das Essen zubereitet, beschränkt sich mein Einfluss oft auf die Menge der Nahrungsaufnahme.

Was mir immer wieder in die Quere kommt und meine schönen Vorsätze Lügen straft, ist die unbändige Lust auf kleine Snacks zwischendurch. Hier ein Stückchen Schokolade, da ein paar Chips – oder war es doch wieder eine ganze Tüte?, eine Handvoll Nüsse, nur einige Weingummi und noch etwas Lakritze…

Nun schreibe ich also auf, wann und wo ich was nasche: süß oder salzig, an welchem Ort, in welcher Situation, zu welcher Tageszeit und, das Wichtigste, mit welcher Motivation: Hunger, Appetit, Langeweile oder Ablenkung. Und plötzlich fällt es mir etwas leichter, unkontrollierte und bisher für unkontrollierbar gehaltene Snack-Attacken zu umgehen.

Süßigkeiten in großen Mengen aus purer Langeweile oder weil sich gerade die Gelegenheit ergibt. Das mag ich nicht einmal vor mir selber zugeben und noch weniger schwarz auf weiß vorliegen haben. Das heißt ja auch nicht, dass ich mir alles verkneife. Aber es liest sich doch besser, dass ich meine Lust zu beherrschen lerne. Dass ich statt einem Haufen Chips ein paar Möhrchen geknabbert habe, statt einer halben Tafel Vollmilch lieber zwei Stückchen Zartbitter-Schokolade zu mir genommen und mich nicht auf Gummibärchen gestürzt, sondern mich mit Trockenobst begnügt habe.

Seit ich mein schriftlich fixiertes “Nasch-Gewissen” führe, fällt mir sogar auf, wie viele “gesunde” Naschereien die Lebensmittelbranche inzwischen zu bieten hat. Es mangelt also nicht einmal an Alternativen. Ich hoffe, Weihnachtsplätzchen und Christstollen schmecken mit Dinkelmehl und Fruchtsüße genauso gut wie in der traditionellen Machart… wir werden sehen!