Gefährliche kleine Helfer: Warum Sie Schmerzmittel nur vorsichtig einsetzen sollten

Auch wenn hier und da die ersten Schneeglöckchen und Krokusse schon ihre Köpfchen aus der noch kargen Erde strecken, wenn die Vögel morgens bereits zwitschernd vom nahenden Frühling künden, noch ist es nicht so weit. Und gerade in den letzten Wochen des Restwinters scheint das Immunsystem zu erschöpft zur wirksamen Gegenwehr gegen alle möglichen Viren und Bakterien. Gegenmaßnahmen gibt es zu Hauf, aber nicht alle sind gleichermaßen wirksam.
Bei den ersten Anzeichen einer Grippe greifen viele von uns zur guten alten Schmerztablette. Die Beschwerden kann das im Einzelfall natürlich lindern. Die Acetylsalicylsäure in Aspirin oder ASS hilft gegen Entzündungen, Fieber sowie gegen Kopf- und Gliederschmerzen.

Allerdings: Fieber ist eine durchaus sinnvolle Körperreaktion, die den Erreger daran hindert, sich im Körper zu vermehren, und uns so hilft, wieder gesund zu werden. Schon deshalb sind fiebersenkende Mittel nur bedingt sinnvoll und verlangsamen den Heilungsprozess sogar. Da die kleine Tablette die Symptome auch immer nur vorübergehend lindert, kommt man schnell in einen Teufelskreis und wirft immer wieder eine neue Pille ein.

Überdosierungen aber, die bei diesen Medikamenten offenbar nach wie vor besonders häufig vorkommen, können fatal sein. Acetylsalicylsäure wirkt blutverdünnend. Paracetamol kann allergische Reaktionen hervorrufen. Besonders die blutverdünnende Wirkung von ASS, die gegen Herzinfarkt und Schlaganfall schützen soll, indem sie verhindert, dass sich das Blut verklumpt und die Gefäße verschließen, kann gefährlich werden. Durch den Eingriff in die Blutgerinnung kann es zu schweren Nebenwirkungen wie Blutungen in Magen, Darm oder im Gehirn kommen.

Inzwischen gehen Forscher beispielsweise davon aus, dass bei der spanischen Grippe Anfang des 20ten Jahrhunderts auch deshalb so viele Patienten starben, weil diese mit dem damals sehr populären Schmerzmitteln in hoher Dosis behandelt wurden. Viele der Grippetoten von damals weisen Lungenödeme auf, die diese Vermutung nahelegt. ASS in toxischen Dosen führt außerdem häufig zu Hyperventilation.

Übrigens: auch bei der Vorsorge können die Schmerzmittel manchmal mehr schaden als nützen. Werden sie regelmäßig eingenommen, können Wirkstoffe wie Paracetamol und Acetylsalicylsäure sogar die Wirkung einer Grippeschutzimpfung verringern. So können sie ein Enzym blockieren, das für die Immunabwehr wichtig ist und dafür sorgt, dass die Antikörper für den Grippeschutz aufgebaut werden.
Das ist möglicherweise auch die Erklärung dafür, dass viele ältere Menschen, vor allem Herzpatienten, die regelmäßig Schmerzmittel futtern, schlecht auf Grippeimpfungen ansprechen, obwohl die Spritze gerade für diese Risikogruppe besonders empfohlen wird.
In diesem Sinne: Kommen Sie gesund durch den Restwinter!

Die vergessene Frucht: Gute Gründe, sich an den Granatapfel zu erinnern

Der Granatapfel erlebt eine Renaissance. Und zwar überall, in den Supermärkten, in der Literatur und in der Gesundheitslehre, sogar aktuelle Forschungsprojekte kreisen um die altehrwürdige Paradiesfrucht. Eine Renaissance erlebt aber auch ganz konkret jener kleine Ableger des sagenumwobenen Obstes, der sich seit den Weihnachtsfeiertagen in meiner Vorratskammer versteckt hielt.
Jährlich stapelten sich Mitte Dezember die appetitlich aussehenden Äpfel auf dem hiesigen Wochenmarkt, sodass auch ich nicht umhin konnte, ein besonders schönes Exemplar als Krönung des weihnachtlichen Desserts zu erwerben. Unter dem chronischen Zeitmangel an den Feiertagen habe ich mich dann doch für eine schnelle und praktische Nachtisch-Variante entschieden und auf die roten schimmernden Granatapfelkerne als dekoratives I-Tüpfelchen verzichtet, zumal ich mir den zeit- und nervenaufreibenden Kampf um das wertvolle Innenleben des Apfels ersparen wollte.
Gestern also fand ich das inzwischen etwas runzelige Äpfelchen zwischen Marmeladengläser und Senfgurken. Irgendwie tat es mir leid. Ich habe daher erst einmal nachgelesen, ob es noch zum Verzehr taugt und nebenbei einiges Erstaunliches über das Früchtchen erfahren. Die vordergründige Frage war schnell beantwortet: bei Zimmertemperatur halten Granatäpfel 2 bis 3 Wochen frisch, bei 0 bis 5 Grad bleibt das Innere der Frucht sogar mehrere Monate ohne Qualitätsverlust saftig und verzehrbar, unabhängig davon, wie schrumpelig und unansehnlich die Schale sich darstellt. Und so ist es auch nicht schlimm, dass die Saison für Granatäpfel hierzulande vorbei ist – sie geht von September bis Dezember – und derzeit keine frischen Früchte zu bekommen sind. Denn ich habe da ja noch ein Exemplar!
Granatäpfel gelten als weibliche Früchte, was sie mir sehr sympathisch macht und sollen gegen nahezu jedes Frauenleiden anwendbar sein: gegen Stimmungsschwankungen vor und während der Menstruation, gegen Wechseljahrbeschwerden, und sogar gegen Brust- und Gebärmutterhalskrebs. Grund sind die Phytoöstrogene, pflanzliche Pseudo-Hormone, die den weiblichen Sexualhormonen ähneln, im Körper eine ähnliche Wirkung entfalten und die in den Granatapfelkernen ebenso wie in Soja und Rotklee reichlich vorhanden sind. Aber nicht nur für uns Frauen, auch für Männer, Senioren und Kinder sind Granatäpfel eine wunderbare Quelle für reichlich Vitamine und Antioxidantien.

Da aber die Kerne, die Granatapfel-Samen, nicht so leicht freizulegen sind und auch bei erfolgreicher Ernte derselben eigentlich nur die weiche rote Fruchtfleischhülle genießbar ist, die sich um einen kleinen harten Kern schließt, ist es eine Möglichkeit, sich an den Saft zu halten. Entweder presst man die Granatäpfel wie Orangen oder man kann die Äpfel auf einem harten Untergrund kräftig hin und her rollen und die Kerne so zum Platzen bringen, einen Strohalm durch ein Loch in der Schale stecken und den Saft direkt aus der Frucht trinken!
Die bitteren weißen Häute zwischen den Fruchtkammern sollten in jedem Fall nicht gegessen werden. Wichtig ist auch, dass die Fruchthülle um die Kerne wirklich rot und nicht weißlich ist. Granatäpfel müssen reif sein. Da sich aber Granatäpfel nicht wie anderes Obst durch einen leichten Händedruck prüfen lassen, weil ihre Schale zu hart ist und auch in puncto Geruch neutral sind, sollte man auf sein Gehör vertrauen: Klopfzeichen an der Schale müssen ein leicht metallisches Geräusch zur Folge haben. Ein äußeres Merkmal für Reife ist, dass die sternförmige Blüte am Kopf des Apfels sich wie eine kleine Krone leicht geöffnet hat.
Übrigens: Die vielen Kerne machten den Apfel früh zum Symbol von Fruchtbarkeit, laut der griechischen Mythologie hat sogar die Liebesgöttin Aphrodite persönlich den ersten Granatapfelbaum auf ihrer Heimatinsel Zypern gepflanzt. Durch die Jahrtausende versprach er den Frauen Kindersegen und den Herren Potenz. Die anregende Wirkung ist allerdings nicht nur im Liebesleben, sondern auch allgemein und unabhängig von Alter und Geschlecht als Muntermacher spürbar.

Auf die Bohne gekommen

Als ich gestern mit der Bahn von einem Besuch bei meiner Schwester nach Hause fuhr, musste ich etwas länger warten und verkürzte mir die Wartezeit mit einem Kaffee im Pappbecher. Ich mach das äußerst selten. Da ich leidenschaftliche Kaffeetrinkerin bin und nicht viel von lauwarmer Plörre aus dem Automaten halte, ging ich in einen dieser schicken Coffeeshop, die es inzwischen an jeder Ecke gibt. Vor mir orderte man einen Decaf-Caffe-Latte mit Sojamilch to go – kann man das wirklich trinken?.
Sojamilch ist lange schon kein Getränk mehr für Biofanatiker, Extrem-Vegetarier und Veganer, die keinerlei tierische Produkte zu sich nehmen. Sojamilch ist aus den Bioläden heraus und an der Theke jedes Coffeeshops und damit quasi in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Tofu als wässrig langweiliger Fleischersatz für Gesundheitsfanatiker, das war einmal. Inzwischen sind Spaghetti mit Sojahack, Tofubratwurst, Sojajoghurt und Co. in aller Munde. Auch wenn die Weltmeister des Sojakonsums immer noch in Asien sitzen, steigt auch der Sojaverbrauch in unseren Breiten an.
Die Wunderbohne Soja ähneln unseren Buschbohnen. Sie gehören zu den Hülsenfrüchten und sind reich an B-Vitaminen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen, Kalzium, Zellschutzmikronährstoffen wie Folsäure und Selen, die wichtigen Mineralien wie Magnesium und Mangan, Eisen, Zink sowie biologisch hochwertigem Eiweiß. Soja gehört zu den basischen Lebensmitteln. Es enthält praktisch keine Stärke und seine Kohlenhydrate werden sehr langsam verwertet. Soja ist gluten-, lactose- und cholesterinfrei. Damit gehört Soja zu den gesündesten Nahrungsmitteln überhaupt. Soja ist vielfältig, aus der Wunderbohne werden Produkte wie Sojamilch, Tofu, Tempeh, Sojasoße und Miso hergestellt. Allerdings müssen die reifen Bohnensamen vor dem Verzehr erhitzt werden. Durch Kochen werden die schädlichen Inhaltsstoffe beseitigt, die für viele Bohnenarten typisch sind und die Verdaulichkeit erhöht.

Unter gesundheitlichen Aspekten sind die in den Sojabohnen reichlich enthaltenen Isoflavone von besonderem Interesse. Isoflavone sind sekundäre Pflanzenstoffe, sogenannte Phytoöstrogene, pflanzliche Hormone. Sie entfalten im menschlichen Körper eine schwache östrogene Wirkung.

Bei asiatischen Frauen wird die im Vergleich zu Europa wesentlich geringere Brustkrebsrate auf den reichlichen Sojakonsum zurückgeführt. Auch Beschwerden wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Schlafprobleme, Gewichtszunahme und Osteoporose, die vermehrt in der Menopause auftreten, scheinen sich durch regelmäßigen Sojaverzehr zu verringern. Die Phytoöstrogene sorgen außerdem für ein straffes Bindegewebe und ein junges Hautbild.
Andererseits sind Isoflavone nicht uneingeschränkt gesund. Babys zum Beispiel dürfen nicht mit Sojaprodukten gefüttert werden, da ihr Hormonhaushalt und ihre Entwicklung dadurch durcheinander gebracht werden kann.
Für uns erwachsene Menschen kann der Sojaverzehr sich aber lohnen, er ist verdauungsfördernd und blutfettsenkend. Bereits zwei sojahaltige Mahlzeiten am Tag, zum Beispiel zwei Gläser Sojamilch können das schädliche Cholesterin (LDL) senken. Weiterer Effekt: Niedrige Cholesterinwerte mindern auch das Risiko einer Arteriosklerose – die Gefäße setzen sich nicht so schnell zu. Damit wird auch einem Schlaganfall vorgebeugt.

Seitdem ich das weiß, habe ich immer einen Liter Sojamilch im Haus und mache mit meinen Soja-Caffe-Latte zum hier trinken, ganz gemütlich auf der Couch und sorge so nebenbei für meine Gesundheit.

Übelkeit der schlimmsten Sorte

Es gibt Krankheiten, über die man nicht gerne spricht oder schreibt, die man sich nicht gern vorstellt und noch weniger gern erleidet. Und dennoch ereilt sie uns alle immer wieder. Erbrechen, Durchfall, Magenkrämpfe, Bauch- und rasende Kopfschmerzen – uns hat es schlimm erwischt. Noroviren sind gemein.
Die Keime übertragen sich schnell, entweder von Mensch zu Mensch oder über den Umweg durch verunreinigte Lebensmittel und legen ganze Familien, Freundeskreise oder Büros lahm. Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit vergehen manchmal nur wenige Stunden, maximal aber drei Tage. Häufig kommt es aber bereits während des ersten Tages zu heftigen Reaktionen. Die Krankheit bleibt meist zwei Tage: nach 48 Stunden ist das Schlimmste vorbei. Wer länger mit Magen-Darm-Problemen zu tun hat und auch nach zwei Tagen kein Abklingen der Symptome beobachtet, sollte vorsichtshalber doch einen Arzt aufsuchen. Ansteckend sind Patienten aber nicht nur während der akuten Krankheitsphase, sondern noch bis zu zwei Tagen danach. Die Erreger breiten sich besonders schnell aus, wenn viele Menschen auf engem Raum zusammen sind. Dadurch machen die Viren auch besonders schnell in Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern und Seniorenheimen die Runde.
Strenge Hygienemaßnahmen sind der einzig wirksame Schutz, aber Noroviren sind ausgesprochen resistent gegen Desinfektionsmittel. Auch Hitze bis zu 60 Grad kann ihnen nichts anhaben.

Noro- sind nach Rotaviren die zweithäufigste Ursache für Magen-Darm Infektionen. Noroviren suchen sich ihre Opfer unabhängig vom Alter, während Rotaviren besonders Babys und Kleinkinder angreifen. An nasskalten Wintertagen haben beide Virentypen Hochsaison. Gerade wenn das Immunsystem durch die Abwehr von Erkältungskrankheiten geschwächt ist, können sie angreifen. Wenn die heftigen Magen-Darm-Erkrankungen wie jetzt zusammen mit einer Grippewelle auftreten, können sie besonders für kleine Kinder, alte und geschwächte Menschen sehr gefährlich werden.

Ein echtes Heilmittel gibt es leider nicht. Es hilft nur, die Krankheit tapfer durchzustehen. Besonders wichtig ist es, den Flüssigkeitsverlust am besten mit elektrolytreichem Wasser auszugleichen. Auch natürliche Anti-Durchfall-Lebensmittel und Hausmittelchen können helfen. Meine Mutter hat mir früher in einem solchen Fall immer geriebenen Apfel vorgesetzt. Außerdem durfte ich ausnahmsweise in großen Mengen Cola und Salzstangen zu mir nehmen. Aber auch Heidelbeeren, Artischocken, Kefir und Fenchel sind treue Begleiter, um Magen und Darm wieder fit zu machen.
Meine Einkaufsliste für heute steht damit und wird wohl nur noch durch Hühnerbrühe, Kamillentee und Zwieback ergänzt. Heute Morgen nämlich meinte mein Mann, ein Kneifen in der Magen-Darm-Gegend zu verspüren und da muss ich mit allen Mitteln gewappnet sein. Das ist fast noch schlimmer, als selbst betroffen zu sein. Männer im Allgemeinen und meiner im Besonderen stehen nämlich bei jeder Krankheit kurz vor dem Exitus. Und ich finde meine wahre Profession – als treusorgende Krankenschwester.

Immun gegen Minusgrade

Zugegeben, ich bin eine Frostbeule. Tatsächlich friere ich schnell, nicht nur, aber vor allem auch im Winter. Klar weiß ich, dass unsere mitteleuropäischen Winter alles andere als hart sind. Dass es anderenorts auf diesem Erdball gefährlich sein kann, ohne Skibrille Fahrrad zu fahren, da die Wimpern zusammenfrieren könnten, ist beeindruckend, löst bei mir aber nur ein unverständliches Kopfschütteln aus. Denn sobald das Thermometer unter den Gefrierpunkt sinkt, lasse ich mein Zweirad ohnehin freiwillig stehen und steige auf öffentliche Verkehrsmittel um. Auf dem Fahrrad laufe ich eindeutig Gefahr, dass mir Hände, Füße, Ohren oder Nase abfrieren. Wie kann ich mich gegen die hiesige Kälte wirkungsvoll schützen?

Wir kennen das alle: bei einem Winterspaziergang frieren zuerst Ohren, Hände und Füße. Zuerst nämlich wird die Durchblutung in den Extremitäten gedrosselt, sodass diese eiskalt werden. Das Blut ist Wärmetransporteur. Sobald nicht mehr so viel Blut durch die äußeren Körperregionen fließt, geht auch nicht mehr so viel Wärme davon verloren. Bei Kälte reagiert der Körper sofort und hält die Kerntemperatur aufrecht. Auf diese Weise wird die Versorgung der inneren lebenswichtigen Organe wie Herz, Lunge, Gehirn, Nieren und Leber sichergestellt. Diese können nur bei einer Temperatur von ca. 37 Grad Celsius optimal arbeiten. Eine Betriebstemperatur, die auch mir sehr entgegenkommt.

Die Haut schützt als Isolierschicht die inneren Organe davor, zu stark auszukühlen. Die Nervensensoren in der Haut melden dem Gehirn ständig die Temperaturen. Die Nervenenden in der Haut senden bei Kälte Schmerzsignale aus. Dabei ist die Haut weit weniger empfindlich gegen Kälte als andere Organe. Also auch wenn es unangenehm ist und die Kälte zwickt und zwackt, dienen die Schmerzimpulse eigentlich nur als Warnung, damit wir reagieren und nicht andere Organe Gefahr laufen, nachhaltig geschädigt zu werden. Die Haut ihrerseits wird durch den hauteigenen Fettfilm auf der Haut vor der Kälte geschützt. Leider kommt gerade diese Fettproduktion bei den frostigen Temperaturen zum Erliegen. Die Folge: das Gesicht spannt, die Hände werden rissig, die Lippen springen auf. Da heißt es, künstlich nachzuhelfen und kräftig zu schmieren: Fettcremes verhelfen der Schutzschicht zu neuem Glanz. Dabei sollte man aber unbedingt von Cremes mit hohem Wasseranteil Abstand halten. Denn das Wasser verdunstet und kühlt die Haut noch mehr aus.

Um Kälte langfristig besser verkraften zu können, hilft am besten Abhärtung, aber auch regelmäßige Saunagänge, Wechselduschen und Kneipp-Kuren können auf Dauer wahre Wunder bewirken.

Die größten Feinde im Kampf gegen die Kälte sind:

1. Nikotin: es verengt die Gefäße und lässt Raucher stärker frieren
2. Alkohol: dieser wirkt gefäßerweiternd, wodurch ein Wärmeschub in die äußeren Körperregionen gelangt. Das wärmt zwar kurzfristig, entzieht den inneren Organen aber die Wärme, sodass diese nicht mehr ausreichend versorgt sind und Unterkühlung droht.
3. Bewegungsmangel: Muskelarbeit setzt Wärme frei. Wer sich nicht bewegt, friert schneller.

Übrigens, ein dickes Fell wäre gut, aber mehr Haut hilft nicht im Kampf gegen die Minusgrade: auch Dickhäuter sind ganz und gar nicht kälteresistent. Besonders empfindlich sind auch hier die großen Ohren, die im Winter schnell kalt werden und von den Pflegern zum Schutz vor Erfrierungen immer kräftig mit Vaseline eingerieben und immer wieder nachgefühlt werden müssen. Sonst drohen Erfrierungen.

Gut geschüttelt: was ist dran am Schleudertrauma?

Eine Vollbremsung, der Sicherheitsabstand zu gering und schon fährt der Hintermann auf … Das haben viele von uns schon einmal erlebt.

Auffahrunfälle und Sportunfälle, aber auch „Vergnügungsfahrten“ mit dem Autoskooter oder der Achterbahn sind die häufigste Ursache für ein so genanntes Schleudertrauma.

Dass es sich bei diesem „Trauma“ im eigentlichen Sinne gar nicht um eine medizinische Diagnose handelt, wissen die wenigsten Betroffenen – es interessiert sie wahrscheinlich auch kaum. Eigentlich beschreibt der Begriff das Unfallgeschehen, bei dem es zu einer plötzlichen und kurzfristigen sehr starken Beugung und anschließender Überstreckung von Halswirbelsäule und Kopf kommt. Durch diese rasch aufeinander folgenden, entgegengesetzten Bewegungen des Kopfes kann eine Weichteilverletzung entstehen, von der Muskeln und Bindegewebe betroffen sind. Der Arzt stellt dann zwar auch aufgrund der Schilderung des Unfallgeschehens die Diagnose, kann aber häufig weder durch Röntgen, noch durch ein Durchleuchten in der Röhre bei einer Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) eine Verletzung feststellen.
Die Symptome sind dennoch vielseitig und bisweilen sehr unangenehm. Zudem treten die Beschwerden bisweilen auch zeitverzögert, also erst einige Zeit nach dem Unfall auf: der Nacken wird steif, der Rücken, die Schultern und der Kopf schmerzen. Zusätzlich kann Schwindel auftreten. In Einzelfällen kommt es auch zu Übelkeit, Sehstörungen oder Schluckbeschwerden.
Sogar Schlafstörungen oder depressive Verstimmungen sind möglich. Und da haben wir auch schon eine weitere Schwierigkeit: die Psyche spielt beim Schleudertrauma und seiner Behandlung eine nicht unerhebliche Rolle. Häufig ist sie schuld, wenn die Beschwerden chronisch werden.
Bis vor einigen Jahren nahm man Schleudertrauma-Patienten nicht immer ernst, sie galten oft als Simulanten. In Deutschland erleiden ungefähr 200.000 Menschen jährlich bei Auffahrunfällen ein Schleudertrauma, während in Litauen oder in Frankreich, wo entsprechende Versicherungsleistungen fehlen, das Schleudertrauma als Massenphänomen gar nicht vorkommt.

Wollen also alle Schleudertrauma-Betroffenen lediglich von den Versicherungen Schmerzensgeld erschleichen? Vor 10 Jahren hat eine Forschergruppe von Neurologen aus Bayreuth und Essen herausgefunden, dass zumindest der Kopfschmerz infolge eine Schleudertraumas keinesfalls erfunden ist. An dem so genannten Kieferöffnungsreflex, der beispielsweise ausgelöst wird, wenn man sich versehentlich auf die Lippe beißt, kann man feststellen, wie gut die Schmerzkontrolle der Betroffenen funktioniert. Verglichen mit gesunden Probanden war die schmerzhemmende Funktion bei Schleudertrauma-Patienten erheblich eingeschränkt und das Reflexmuster verändert. Ihre körpereigene Schmerzhemmung setzt später ein und endet früher.
Puh, dann sind wir Deutschen eben doch keine Weicheier oder Simulanten und unsere Halskrausen und Physiotherapie-Stunden nach Verkehrsunfällen sind weder eine Modeerscheinung noch eine Arbeitsbeschaffungs-Maßnahme.
Außerdem ist das Schleudertrauma gar keine originär deutsche Erfindung. Medizinhistorisch geht es nämlich auf die Eisenbahnkrankheit, den so genannten „railway spine“ zurück. Ein vornehmlich britisches Phänomen, das Ende des 19. Jahrhunderts, nicht nur als posttraumatisches Syndrom nach der Erschütterung bei Eisenbahnunfällen diagnostiziert wurde, sondern auch als Erkrankung galt, die durch die Vibration, das Durchgerütteltwerden bei längeren Zugfahrten entstand. Auch hier war aber die Beurteilung der Ärzte schon damals nicht unumstritten, eben weil bei den betroffenen Patienten keine sichtbaren Verletzungen feststellbar waren. Die Schmerzensgeldprozesse von damals konnten den heutigen aber durchaus das Wasser reichen!

Die zehn besten Tricks, wie auch Sie zum Glückspilz werden!

Zur Zeit ist es wie verhext: In Donald Duck Manier scheine ich das Pech und jedes Fettnäpfchen geradezu magisch anzuziehen, während anderen – den Gustav Gans-Typen – einfach alles gelingen will und sollte doch mal etwas schief laufen, stellt sich eben dies am Ende wider Erwarten noch als echter Glücksfall heraus. Wie machen diese notorisch glücklichen Menschen das? Kann man das lernen? Auch ich?

In der Tat gibt es Strategien, die das Leben und die Sicht auf selbiges positiv beeinflussen. Was zahlreiche Ratgeber in gut sortierten Bücherregalen versprechen und glückliche Menschen intuitiv richtig machen, müsste doch auch auf meinen Alltag anwendbar sein!
1. Erster und wichtigster Punkt (zumindest für mich) ist die Sicht auf die Dinge: Warum sich ärgern, wenn man im Restaurant, in der Warteschleife am Telefon, im Stau, an der Bushaltestelle oder der Supermarktkasse warten muss? Wieso nicht durchatmen und den Moment der Ruhe und des Stillstandes genießen?

2. Den Moment genießen. Von einem Yoga-Anhänger habe ich eine interessante Theorie zum Atmen gehört. Wer sich auf seinen Atem konzentriert, muss den Augenblick auskosten, weder kann ich auf Vorrat atmen, noch vergangenen Atem nachholen. Im übertragenen Sinne gilt das für Vieles andere auch. Also erinnere ich mich wieder öfter an die alte Weisheit: Carpe Diem!

3. Öfter mal gute Miene machen, selbst wenn das Spiel böse ist. Denn wer lächelt und freundlich ist, dem begegnen auch andere Menschen positiv und das färbt wieder auf die eigene Stimmung ab.

4. Erreichbare Ziele definieren. Lieber kleine Ziele stecken, diese dann aber auch verfolgen. Wer auf einmal zu viel will, ist schnell frustriert oder verzettelt sich und fühlt sich überfordert.

5. Pause machen. Der Alltag ist schnelllebig und hektisch, da hilft es, wenn man sich kleine Auszeiten nimmt. Am besten auch diese Momente der Ruhe in den Kalender eintragen und unbedingt einhalten. Telefon und Handy auf stumm schalten, den Computer in den Schlafmodus versetzen und sich selbst einfach für einen Augenblick entspannen.

6. Immer in Bewegung bleiben. Das soll Punkt fünf nicht widersprechen – im Gegenteil. Auszeiten können ja auch in Bewegung verbracht werden, am besten an der frischen Luft und ohne übermäßigen sportlichen Ehrgeiz. Der Organismus kommt in Schwung, Glückshormone werden ausgeschüttet. Stolz, den inneren Schweinehund überwunden zu haben, ist man obendrein.

7. Dankbarkeit und Wertschätzung für Menschen und Dinge entwickeln, die um einen herum sind. Nichts ist selbstverständlich, sondern alles ein Geschenk. Mit dieser Einstellung erkennt man schnell, dass man sich eigentlich glücklich schätzen kann.

8. Wann war ich das letzte Mal richtig happy? Aktives Erinnern an glückliche Momente holt diese ein stückweit zurück. Auch Nachhilfe ist erlaubt: Lieblingsmusik, Lieblingsfilm, Lieblingsbuch, Lieblingsessen, Lieblingskleidung, Lieblingsparfüm … Es gibt einfach Dinge, die zum Wohlbefinden beitragen.

9. Freunde treffen. Wer gesellig ist, hat deutlich mehr Chancen, sich glücklich zu fühlen. Gemeinsam machen viele Erlebnisse einfach mehr Spaß.

10. Das eigene Kind wiederentdecken. Menschen, die das Kind in sich noch nicht vergessen haben, können herrlich unbeschwert glücklich sein. Vielleicht hilft es, mal wieder rumzualbern, auf der Mauer zu balancieren statt den Bürgersteig zu benutzen, in Laubhaufen oder Pfützen zu springen, Eis zum Frühstück zu naschen. Auch kann man als Erwachsener noch jede Menge Neues und Aufregendes erleben und sich dabei wie ein Kind fühlen: Waren Sie beispielsweise schon mal in einem Hochseilgarten oder haben eine Ballonfahrt gemacht?

Heißes Höschen – lieber nicht für echte Kerle

Wenn es draußen so richtig kalt ist, sind wir Wohlstandmenschen nicht nur dankbar für ein warmes Plätzchen am heimischen Ofen, auch unterwegs mögen wir es mollig.

Wer sich vom eigenen Auto von A nach B kutschieren lässt und über einigen Komfort im Gefährt verfügt, schaltet daher gerne mal die Sitzheizung an. Gleich kuschelt es sich im Autositz viel besser und die vier Buchstaben werden von unten mit wohliger Wärme verwöhnt.

Mir ist bewusst, dass wir hier über ein Luxus-Problem reden, aber hätten Sie geahnt, dass die Wärmezufuhr sich negativ auf die Nachwuchsprognosen in unseren Breitengraden auswirken?

Dem sensibelsten Bereich des männlichen Körpers drohen überall in unserem Alltag Gefahren. Ob übermäßiges Radfahren, Reiten oder einfach die Vorliebe für zu enge Hosen, der Effekt ist der gleiche. Es wird gequetscht und erhitzt, wo es besser kühl bleiben sollte.

Der männliche Samen bevorzugt nämlich niedrige Temperaturen! Warme Hoden produzieren laut verschiedener Studien mit mutigen Probanden weniger Spermien. Die ideale Temperatur für die Spermienproduktion liegt bei einem oder zwei Grad unter der normalen Körpertemperatur. Ohne Sitzheizung liegt die Temperatur im Schritt im Schnitt bei 36,7 Grad. Ist der Sitz beheizt, steigt das Thermometer auf über 37 Grad.

Man(n) fragt sich nun natürlich, ob durch übermäßige Nutzung einer Sitzheizung tatsächlich Impotenz droht. Wahrscheinlich eher nicht, aber (noch) es gibt zu diesem Thema keine wissenschaftlich verlässlichen Langzeitstudien. Natürlich hänge das Ausmaß der Schädigung mit der Länge der Wärmeeinwirkung durch den Autositz zusammen.

Fachärzte raten daher Langstreckenfahrern, sich auf den Aus-Knopf zu besinnen und die Wärmezufuhr auch wieder abzustellen, statt viele Stunden mit einem heißen Höschen zu fahren. Sogar die Autoindustrie weist auf die Probleme hin, die aus einer übermäßigen Benutzung der Sitzheizung entstehen können. Daher wird in den Anleitungen der Fahrzeughersteller stets darauf hingewiesen, nur auf kleiner Stufe die Sitzheizung zu nutzen. Auch ein Dauerbetrieb wird nicht empfohlen. Natürlich darf der Komfort-Service eines Hinterteilwärmers dennoch genutzt werden, vor allem dann wenn der Sitz wirklich sehr kalt ist. Man sollte einfach einige Verhaltensregeln beherzigen und nicht ständig mit aktiviertem Wärmekissen fahren, sondern es nach spätestens drei bis fünf Minuten wieder ausschalten.
Der Lendenbereich kühlt ja glücklicherweise auch wieder ab, spätestens, wenn man(n) aus dem Auto aussteigt. Denn wie erginge es sonst all den begeisterten männlichen Saunabesuchern.

Wer allerdings aktiv Nachwuchs plant, sollte, bevor er die Umsetzung in Angriff nimmt, weder saunieren, noch ein heißes Bad nehmen oder zu der Liebsten mit angeschalteter Sitzheizung fahren. Andererseits nutzen manche Naturvölker in Afrika den Wärmeeffekt als Verhütungsmittel. Die Männer setzten sich vor dem Sex in den heißen Sand, auch wenn diese Methode nicht so sicher wie die Pille oder ein Kondom ist.
In diesem Sinne: genießen Sie die wenig winterlichen Temperaturen und lassen Sie ihre Autositze nicht zu warm werden!

Worauf Sie sich auch 2012 verlassen können – Die Sache mit dem Siegel

Natürlich achte ich auf Qualität. Am liebsten kaufe ich meine Lebensmittel frisch vom Erzeuger oder zumindest auf dem Wochenmarkt. Ich möchte fühlen, riechen und probieren. Leider geht das nicht immer. Aber auch wenn ich auf Produkte aus Supermärkten und Drogerien zurückgreife, will ich aber auf Nummer sicher gehen und freue mich über den kleinen Aufkleber, der mir Qualität bescheinigt.

Stiftung Warentest, Ökotest, Bio-Siegel, CMA, GS geprüfte Sicherheit, Wollsiegel und so weiter. Mittlerweile gibt es viele Prüfsiegel, die für die Qualität eines Produktes bürgen und für die Vertrauenswürdigkeit eines Herstellers stehen. Auch wer öfter mal im Internet bestellt, kann dort inzwischen verschiedene Online-Gütesiegel antreffen. Gerade in der virtuellen Welt kann ich mich vielfach ja gar nicht auf mein eigenes Urteilsvermögen verlassen. Wie gut, wenn ich dann weiß, hier oder dort kann ich gut und sicher einkaufen.

Das Internet Siegel von Trusted Shops zum Beispiel basiert auf nationalen und europäischen Gesetzgebungen und Richtlinien und orientiert sich an den Forderungen von Verbraucherschutzverbänden. Die Kunden werden vor Datenschutzverletzungen, versteckten Preisangaben und anderen Risiken geschützt, die Lieferinformationen sind zuverlässig, Widerrufsrecht und Rückerstattung sind gewährleistet.

Gerade in den letzten Wochen als die Zeit bis zum Weihnachtsfest sich einmal mehr ganz plötzlich zu verkürzen schien und ich wieder einmal nicht rechtzeitig alle Geschenke beisammen hatte, aber auch keine Lust verspürte, mich in der übervollen Innenstadt auf Präsente-Jagd zu begeben oder mich am Postschalter an einer 200 m langen Schlange anzustellen, habe ich die Vorzüge des Online-Shoppings mehr als dankbar angenommen. In den geprüften Läden hatte ich nicht nur die Möglichkeit bequem vom Sofa aus Weihnachtsmann zu spielen, sondern bekam vielfach sogar eine Liefergarantie bis zum 24.12.

Wer mich auf diese Weise beschenkt, den halte ich zwar vielleicht ganz kurz für bequem bis faul – wie mich selbst im übrigen auch – aber auch für effektiv und clever. Und das Beste, auch zum Umtauschen muss ich mich nicht in überfüllte Innenstädte begeben, sondern kann bei den geprüften Online-Shops bequem von zu Hause aus zurückgeben und nach Ersatzgeschenken suchen, die mir besser gefallen. Und die Postschalter sind ja glücklicherweise Anfang Januar nicht mehr so voll wie kurz vor Weihnachten.

Übrigens: VieVital hat ein Trusted Shop Siegel und verfügt mit dem Merkmal „sehr gut“ und 5 Sternen über die bestmögliche Bewertung. Wenn Sie also auch 2012 etwas für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden tun wollen, wenn Sie sich fit und vital halten möchten, sind Sie hier richtig – darauf können Sie sich verlassen!

Was ist drin in der eisigen Pracht?

Sahniger eiskalter Bratapfel als Abrundung des Weihnachtsmenüs? Klingt gar nicht so schlecht und den Nachtisch ganz oder teilweise mit vorproduzierten Schleckereien zu bestreiten, nimmt dem Koch bzw. der Köchin immerhin ein wenig von dem Küchenstress am Heiligabend.
Wir Deutschen essen im Durchschnitt mehr als 6 Liter Speiseeis pro Kopf und Jahr und liegen damit im Europa-Vergleich an 5. Stelle – noch knapp vor den Italienern. Vor uns sind die skandinavischen Länder Finnland, Norwegen, Schweden und Dänemark, wobei die Finnen es im Jahr 2010 auf ungeschlagene 12,9 Liter gebracht haben. Eigentlich verwunderlich, aber der Eiskonsum hat scheinbar nur wenig mit sommerlichen Temperaturen zu tun.
Egal, wir essen jedenfalls eine Menge Eis. Grund genug es mal ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen: Speiseeis wurde angeblich schon im16ten Jahrhundert von Katharina de Medici verzehrt. Ein deutschsprachiges Kochbuch verzeichnet 1597 ein erstes Rezept für gekühlten Milchrahm. Spätestens um 1700 herum war Eis in aller Munde und die ersten italienischen Eiscafés öffneten europaweit ihre Pforten. Die vermutlich erste Gelateria in Deutschland war übrigens der Ende des 18. Jahrhunderts eröffnete Hamburger Alsterpavillon am Jungfernstieg. Den ganz großen Siegeszug trat der gefrorene Schmelz aber erst nach anderen Erfindungen wie den Waffelhörnchen und dem Eis am Stil an, welches das Unterwegs-Essens ermöglichte.
Bei Speiseeis werden alle Zutaten vermischt und pasteurisiert. Die leckere, klebrige Masse wird von außen mit einer Mischung aus Kochsalz und Kälte unter ständigem Rühren gefroren, dabei härten die Fetttröpfchen, die mit den Eiweißen verbunden sind, aus und bilden kleinste Kristalle, während das halbfeste Mus immer weiter gerührt wird. Die Masse soll erstarren und gleichzeitig aufschäumen, indem ihr zusätzlich noch Luftbläschen zugeführt werden. Die perfekte Mischung aus Luft- und Fettbläschen erst macht das Eis zart schmelzend. Sind dagegen die gefrorenen Wasserkristalle zu groß, dann kratzen sie auf der Zunge und der Genuss ist dahin. Das ist übrigens der Grund, warum angetautes und wieder eingefrorenes Eis nicht mehr schmeckt!
Bei der industriellen Eisproduktion werden häufig noch Hilfsstoffe wie Bindemittel, Emulgatoren, Stabilisatoren, Aroma- und Farbstoffe den Zutaten wie Milchfett, Milch, fettfreie Trockenmilch, Zucker und Sirup beigemischt. Als natürlicher Emulgator wird oft das in Eigelb vorkommende Lecitin verwendet. Mit seiner Hilfe wird eine feinste Verteilung der Fetttröpfchen im Wasser erreicht, damit wird ein Aufrahmen, also die Trennung des Fetts vom Wasser, verhindert.

In Deutschland ist die Zusammensetzung von Speiseeis natürlich, wie so vieles andere, genauestens reglementiert, Es wird unterschieden zwischen Cremeeis, das einen Milchanteil von mindestens 50% beinhalten muss, ohne Wasser anzufertigen ist, aber mit der Zugabe Ei oder Eigelb. Eiscreme dagegen hat lediglich einen Milchfettanteil von mindestens 10% vorzuweisen. Dann gibt es noch Fruchteis, das bedeutet einen Fruchtanteil von mindestens 20% und bei Zitrusfrüchten mindestens 10%, während für Fruchteiscreme ein „deutlich wahrnehmbarer“ Fruchtgeschmack ausreicht, wobei allerdings mindestens 8% Milchfett Pflicht sind. Fruchtsorbet muss dagegen mit 25% Fruchtanteil (bei Zitrusfrüchten 15%) aufwarten und darf keine Milch oder Milchbestandteile enthalten.

Milcheis enthält mindestens 70% Milch, Rahm- bzw. Sahneeis aber beileibe nicht unbedingt Sahne, sondern mehr als 18% Milchfett. Wassereis ist mit weniger als 3% Fettanteil ein echter Schlankmacher, dem es ausreicht, in der Trockenmasse zu mindestens 12% aus süßenden oder geschmacksgebenden Zutaten zu bestehen.

Na dann, wohl bekommt’s – und wem die Lust vergangen ist: Eis kann man ja auch selber herstellen und vor den Feiertagen einfrieren, da weiß man wenigstens genau, was drin ist und wo auf der Hüfte man es am Ende wiederfindet.